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zeitloses mehrfamilienhaus

In einem kleinformatigen Quartier von Ein- und Zweifamilienhäusern entstanden sieben barrierefreie Eigentumswohnungen. Die zeitgemäss und zeitlos klassische Architektur spricht Menschen jeder Altersgruppe an – das spiegelt sich auch in der Käuferschaft wider.

Die rhythmische Komposition aus Vor- und Rücksprüngen im Fassadenbild lassen den geräumigen Gebäudekomplex kleiner wirken. Zudem schafft diese Struktur räumliche Rückzugsmöglichkeiten für die Bewohner und macht die Wohneinheiten besser ablesbar.

Minergiestandard, geölte Parkettböden und Mineralfarben waren Teil des anspruchsvollen Pflichtenheftes für eine nachhaltige, aber auch sinnlich erfahrbare Architektur.

Für die Innenausstattung zeichnet ebenfalls das Architekturbüro Elisabeth Städler verantwortlich: Die Einbaumöbel wurden individuell entworfen und vom ortsansässigen Schreiner ausgeführt. Dass die Haptik ausgesuchter Materialien das Wohnen zum täglichen Erlebnis macht, zeigt sich bei der Auswahl der Bodenbeläge. Im kompletten Attikageschoss wurde satinierte Dietfurter Gala verlegt, ein heller Kalkstein. Die Holzoberflächen in Räuchereiche zeigen sich charakterstark mit gebürsteter und geölter Oberfläche. Ein Beleuchtungskonzept steuert das Spiel von Haupt- und Akzentlichtern und sorgt sowohl im Innenraum als auch auf der Dachterrasse für ein behagliches Ambiente.

leben am weinberg

Der kreative Prozess beginnt mit Neugier. Bei diesem Wohnhaus standen maximal neun Meter Bautiefe zur Verfügung – Querdenken war bei diesem Projekt unumgänglich.

Das geometrische Grundelement bilden die rechteckigen Baukörper von Wohnhaus und Garage. Materialität und Farbe der Gebäudehülle sind zurückhaltend – sie tragen zur selbstverständlichen und unangestrengten Sprache der Architektur bei.

Der steil abfallende Rebhang zeigt sich von Monat zu Monat in einem neuen Kleid und ist ein wahrer «Naturschatz». Von beiden Geschossen aus ist das Naturschauspiel unmittelbar zu erleben: Raumhohe und rahmenlose Schiebetürelemente heben die Grenzen zwischen Innen und Aussen auf.

Auch die intimen Räume im Obergeschoss, wie Spa-Bereich und Schlafzimmer, sind durchlässig gestaltet. Vom Eichenparkett der Innenräume wechselt man auf den Thermoeschenboden der Veranda, die sich über die gesamte Längsseite des Hauses erstreckt und mit einer sinnlich-lauschigen Atmosphäre überrascht. Die Veranda im Obergeschoss begrenzt eine Glasbrüstung, die durch vorgesetzte Gräser an Leichtigkeit gewinnt. Textile Sonnenschutzelemente sorgen für Wohlbefinden.

Holz und Leder, von Handwerkern hochwertig verarbeitet, bestimmen die Oberflächen im Parterre. Der Schlafraum im Obergeschoss ist die zeitgemässe Interpretation eines traditionellen Arvenzimmers. Das eingekleidete Panoramafenster gibt den Blick frei auf das Säntis-Massiv.

elegantes einfamilienhaus

Den Innen- und Aussenraum harmonisch miteinander zu verknüpfen, ist ein grundsätzliches Anliegen der Architektur. Bei diesem Wohnhaus waren die Voraussetzungen ideal, ruht es doch auf dem Seerücken mit einmaliger Sicht auf den Untersee. Ein durchlässiger Grundriss nimmt Bezug auf den Aussenraum und schafft spannende und überraschende Aus- und Einblicke.

Der reduzierte Baukörper konkurriert nicht mit der umgebenden Natur, sondern fügt sich genügsam in die Landschaft ein. Der erdige Farbton der Fassade unterstützt diese Einbettung. So bildet die Architektur einen Ruhepol gegenüber dem oft launischen Wetter am Untersee, das für hektische Farbwechsel von Blau über Grau bis hin zu Grün sorgt.

Die fast monochrome Farbgebung der Innenräume bringt die Qualitäten der Materialien und deren handwerkliche Detailausführung optimal zum Vorschein. Das freie Spiel von Licht und Schatten erweckt die Oberflächen zum Leben.

herausfordernder umbau

Ein rund 60 Jahre altes Wohnhaus sollte um- und ausgebaut werden, um den Bedürfnissen einer Familie mit zwei lebhaften Jungen gerecht zu werden. Die schlechte Bausubstanz zwang schliesslich zu einem mutigen Schritt: dem Rückbau des Gebäudes bis zur Decke über Untergeschoss. Erstaunlicherweise waren konzeptionell nur geringfügige Anpassungen nötig, die bautechnische und ökologische Planung musste allerdings komplett überdacht und neu ausgearbeitet werden.

Die reduzierte Material- und Farbwahl mit der zeitgemässen gradlinigen Architektur unterstreicht die vornehme Zurückhaltung des neuen Gebäudekomplexes. Das Wohnhaus mit freier Sicht auf den Bodensee besticht durch spannende Durch- und Ausblicke. Die gezielt grosszügig angeordneten Fensterflächen wirken wie Bilderrahmen – sie gestatten den Ausblick, strukturieren aber auch das Blickfeld. Der respektvolle Umgang mit der bestehenden Gartenanlage und dem alten Baumbestand ist Teil des wertigen Gesamtkonzepts.

Sämtliche Einbauten sowie die Ausstattung von Küche und Bad folgen den Bedürfnissen der Bauherrschaft und wurden grösstenteils von ortsansässigen Handwerkern massgefertigt. Der qualitativ hochwertige Innenausbau wirkt dezent, das Raumgefühl ist stimmig. Das anspruchsvolle technische Konzept wurde zurückhaltend umgesetzt – eine Herausforderung der besonderen Art.

wohlfühlen im gästehaus

Einst als Wohnhaus mit Bootswerkstatt genutzt, sollte das Gebäude zu einem Gästehaus mit Büro umgebaut werden. Die Auflagen der Behörde lauteten: keine Veränderung der Aussenhülle, möglichst originalgetreue Farbgebung.

Der faszinierende Aussenraum des Bodensees ist ständiger Begleiter der Innenräume. Die reduzierte Innenraumgestaltung verstärkt die Präsenz der Natur. Charakterstarke Bauteile wurden bewusst sanft restauriert. Holzbalken mit Deckentäfer, Bretterböden und Kachelofen sollen die Geschichte des Hauses erzählen dürfen, gewisse Unzulänglichkeiten werden wohlwollend akzeptiert. Als Kontrast hierzu behaupten sich alle neuen Bauteile mit einer zeitgemässen, geradlinigen Material- und Formsprache. In dieser reduzierten Hülle hat die Technik für einmal nicht Einzug gehalten.

In der ehemaligen Bootswerkstatt sind heute der Werkraum und die sanitären Räumlichkeiten samt Umkleideraum untergebracht. Das offene Werkstatttor verbindet Wohnen und Natur – nach wenigen Schritten steht man im See. Über der Werkstatt befindet sich das Büro des Hausherrn mit einer einmaligen Seesicht.

Wir haben das Objekt immer als unser «Hexenhaus» bezeichnet – das Märchen von Hänsel und Gretel könnte hier seinen Ursprung haben.

anbau moderner gartenhalle

Als Anbau eines Wohnhauses zeigt sich diese Gartenhalle von der Strassenseite her als fast vollständig geschlossener Baukörper. Zur Gartenseite hin sorgt die transparente Fassade für spannende Ein- und Ausblicke. Die Stahlbetonkonstruktion betont den skulpturalen Charakter der Architektur.

Bewusst wurden langlebige Materialien sowohl im Aussen- als auch im Innenraum eingesetzt. So unterstreicht der Thermo-Eschenboden den fliessenden Übergang zwischen der eigentlichen Gartenhalle und der grosszügigen Aussenterrasse. Zudem verbindet der Holzboden Gartenhalle und Wohnhaus optisch. Die Glasfassade lässt sich komplett öffnen, die Schiebetürelemente verschwinden dabei vollständig hinter einer tragenden Stahlbetonfläche: Schwellenlos durchdringen sich jetzt Innen und Aussen.

Wie raffiniert die Antwort auf die Frage der Beschattung sein kann, zeigt das Zusammenspiel von verschiebbaren Metalllamellen und natürlichem Chinaschilfgürtel.

Die Architektur des Kubus spiegelt sich in der Innenraumgestaltung wider: Reduzierte Formsprache, einfache Gestaltungselemente und naturbelassene einheimische Materialien sorgen
für eine unaufdringliche Atmosphäre. Das Beleuchtungskonzept fördert ein anregendes Wechselspiel von Licht und Schatten.